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Maskengruppe
WEIHERGEISTER
Beschreibung:
Maske:
Holzmaske aus Weymouths –
Kiefern - Holz;
Erdfarben bemalt, in jede Maske sind Binsen geschnitzt;
jede Maske hat ihren eigenen Charakter;
geschnitzt
und bemalt werden die Masken von Herrn Reinhold Schäle aus
Gornhofen bei Ravensburg;
Häs zweigeteiltes "Blätzlehäs"; sechsfarbig,
fünf
in Erdfarben gehalten; die sechste ist rot als Zeichen,
daß wir aus einer
"ehedem katholischen Gemeinde" kommen.
An der Haube sind drei Schellen angebracht;
je Häs sind 900 Blätzle einzeln aufgenäht;
Heimat
und Wesen der WEIHERGEISTER
Heimat sind die Weiher auf der Gemarkung Weissensbergs, von denen es früher sechs,
heute
nur noch zwei gibt; die Weiher gehörten dem Heilig-Geist-Spital
zu Lindau (B) und
dienten rein der Fischzucht.
Die
WEIHERGEISTER sind vom Wesen her: freundlich, hilfsbereit,
hintergründig und verschmitzt.
Mit ihrem Binsenwedel "stauben sie die Menschen ab".
BEMERKUNG
siehe auch Geschichte der
Weihergeister
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Einzelfigur
WEIHERMEISTER
urkundlich
belegte Figur
Beschreibung siehe auch gesonderte Abhandlung von Frau Rosemarie Auer, Dipl Archivarin,
Der
Weihermeister
wurde
vom Heilig-Geist-Spital zu Lindau (B) als Verwalter der
Weiher zu Weissensberg eingesetzt.
Er
war
dem Spital über alles, was die Weiher betraf voll verantwortlich
und verfügte deshalb auch über die erforderlichen Vollmachten.
Die Pflichten und Rechte finden sich in :
den
"Ordnungen, Instructiones und Eidespflichten des
Weihermeisters
des
Lochweihers zu Weissensberg anno 1762".
Die Maske, ebenfalls aus Weymouths-Kiefern-Holz geschnitzt, hat feine Gesichtszüge und einen erhabenen, gestrengen und abwertenden, ja herrischen Gesichtsausdruck; gem. seiner Stellung als Verwalter und Vorgesetzter in der damaligen Zeit.
Häs und Hut sind dem ausgehenden Barock nachempfunden.
Attribute
sind ein aus Holz geschnitzter Gehstock mit eingeschnitzten,
an einem Ring befestigten Fischen.
Am
Gürtel, ein ebenfalls aus Holz geschnitzter Schlüssel, als
Zeichen seiner Macht und Befugnis,
das "Wuhr" (das Wehr) der Weiher zu öffnen oder nicht.
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Einzelfigur
GUGGER
von LOCH
urkundlich
belegte Figur
Beschreibung siehe auch gesonderte Abhandlung von Frau Rosemarie Auer, Dipl. Archivarin
Weihermeister und Gugger von Loch
Der
Gugger von Loch war der Gehilfe des Weihermeisters und führte
die einfachen und körperlich schweren Arbeiten aus.
Er war ein einfacher Mann und wohnte direkt am Weiher zu Loch, um alles, was sich auf und um den Weiher ereignete zu beobachten und dem Weihermeister zu melden.
Der Ortsname LOCH ist die frühere Bezeichnung des heutigen Ortsteiles ROTHKREUZ und wird erstmals im Jahre 1430 urkundlich erwähnt.
Die Maske, ebenfalls aus Weymouths-Kiefern-Holz geschnitzt, hat den Gesichtsausdruck eines "Untertanen".
Bartig, von Wind und Wetter, sowie von der harten Arbeit und dem kargen Auskommen gezeichnet.
Das Häs ist ebenfalls einem Untertanen der damaligen Zeit nachempfunden.
Attribut
ist ein mit Stahlborsten versehener Besen, mit dem zur damaligen
Zeit am Wehr geputzt und gereinigt wurde.
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